Welche Vorschriften gibt es zur Installation von Rauchwarnmeldern?

In Deutschland sind die Mindestanforderungen für Planung, Einbau, Betrieb und Instandhaltung von Rauchwarnmeldern für Wohnhäuser, Wohnungen und Räume mit wohnungsähnlicher Nutzung in der Anwendungsnorm DIN 14676 festgelegt. Sie schreibt vor, dass die zu installierenden Geräte entsprechend der europäischen Produktnorm EN 14604 von einer unabhängigen Institution (z. B. VdS) geprüft sein müssen.

Wie viele Rauchwarnmelder sollte ich installieren?

In Bundesländern mit Rauchwarnmelderpflicht richtet sich die Mindestanforderung nach den Vorschriften in der jeweiligen Landesbauordnung. Generell gilt: Um optimalen Schutz zu gewährleisten, sollte in jedem Zimmer im Haus bzw. in der Wohnung (außer in Küche, Badezimmer und Garage) ein Rauchwarnmelder installiert sein. Idealerweise werden die Geräte miteinander verbunden (siehe auch Funkvernetzung).

Wo müssen die Geräte angebracht werden?

Rauchwarnmelder werden immer an der Zimmerdecke montiert (mindestens 50 cm von Wänden und Elektroinstallationen entfernt, höchstens 6 m Deckenhöhe). Dabei müssen die Anweisungen des Herstellers aus der Montage- und Betriebsanleitung genau beachtet werden.

Warum sollten in Küche, Bad und Garage keine Rauchwarnmelder installiert werden?

In o.g. Räumen herrscht in der Regel eine hohe Dampf- oder Staubentwicklung. Diese Dämpfe bzw. Staubpartikel kann der Rauchwarnmelder eventuell als Rauch interpretieren und somit einen falschen Alarm auslösen. Für diese Bereiche empfiehlt sich der Einsatz von Hitzewarnmeldern.

Welche Überwachungsfläche gilt für Rauchwarnmelder?

Rauchwarnmelder dürfen nach DIN14676 bis zu einer Überwachungsfläche von 60m² eingesetzt werden. Bei Flächen > 60m² müssen weitere Warnmelder installiert werden.

Warum liegen jedem Warnmelder Schrauben und Dübel bei?

Ei Electronics empfiehlt grundsätzlich die Schraubmontage. Die finale Entscheidung über die Montageart ist von baulichen Gegebenheiten abhängig (z.B. Rigips-, Holz-, Betondecke) und bleibt selbstverständlich dem jeweiligen Installateur vor Ort überlassen.

Kann ich Warnmelder auch an anderen Orten als an der Decke montieren?

Die DIN 14676 schreibt ausdrücklich die Deckenmontage vor und erlaubt nur die folgende Ausnahme: Ist eine Deckenmontage nicht möglich (z. B. bei nicht ausreichender Festigkeit der Decke), sollte der Rauchwarnmelder seitlich, vorzugsweise an der längeren Wand des Raumes 0,3 m bis 0,5 m unterhalb der Decke möglichst im mittleren Drittel der Wand montiert werden. Die Wandfläche oberhalb des Rauchwarnmelders und etwa 1 m unterhalb sollte in einer Mindestbreite von ± 0,5 m um den Rauchwarnmelder frei von Einrichtungsgegenständen sein.

Was ist bei Dachschrägen zu beachten?

Decken mit einem Neigungswinkel ≤ 20° sind wie horizontale Decken zu behandeln. In Räumen mit Deckenneigungen >20° zur Horizontalen können sich in der Deckenspitze sog. Wärmepolster bilden, die verhindern, dass Rauch ungehindert zum Rauchwarnmelder gelangt. Daher sind in diesen Räumen die Rauchwarnmelder mindestens 0,5 m und höchstens 1 m von der Deckenspitze entfernt zu montieren; die Rauchwarnmelder hängen also in diesem Fall "schräg". Rauchwarnmelder der Firma Ei Electronics wurden auf normgerechte Funktion in vertikaler Position getestet und bestätigt.

Welchen Montageort muss man für Kohlenmonoxidwarnmelder wählen?

Kohlenmonoxid ist unter normalen Bedingungen etwas leichter als Luft. Aus diesem Grunde sollten Kohlenmonoxidwarnmelder immer mindestens auf Augenhöhe oder darüber angebracht werden. Die Montage sollte in einem Abstand von mind. 1m, jedoch nicht mehr als 3m von der möglichen Kohlenmonoxid-Quelle entfernt erfolgen. In Schlafräumen und in Räumen in denen sich keine Brennstelle befindet, soll der Melder ungefähr auf Kopfhöhe von schlafenden bzw. sitzenden Personen montiert werden.